EM-Endrunde 2016

Foto: UEFA

Seit am vergangenen Samstag in Paris die Gruppen zur Fußball Europameisterschaft 2016 ausgelost worden sind, haben sich die Spekulationen, gegen wen wir nun bei der EM 2016 in Frankreich antreten müssen, erübrigt. Einige „Horrorszenarien“ wurden formuliert, z.B. eine Gruppe mit Italien, Polen und der Türkei als Gegner. Nun haben wir alle Gewissheit und die Vorfreude auf die EM im kommenden Sommer steigt ab jetzt exponentiell an. Wir freuen uns auf guten Fußball, emotionale und mitreißende Fußball Live Kommentare, Public Viewings, kaltes Bier und heiße Würstchen.

Lösbare Aufgabe für Deutschland

Und das Losglück scheint Deutschland treu zu bleiben. So sehen es zumindest die meisten, die man nach der Auslosung dazu befragt hat. Ukraine, Polen und Nordirland heißen die Nationen, die versuchen werden, die deutsche Nationalmannschaft zu ärgern und am Einzug ins Achtelfinale zu hindern. Ein Drittel des oben angesprochenen „Horrorszenarios“ ist nun zwar mit Polen eingetreten, aber der Ukraine und Nordirland ist nicht wirklich zuzutrauen, dass sie die DFB-Elf ernsthaft gefährden können. Polen könnte uns aber den ersten Platz in der Gruppe in der Tat streitig machen. Dass sie uns auch in einem Pflichtspiel schlagen können, haben sie bei der Qualifikation bewiesen.

Die Mannen um Jogi Löw waren zwar bei der 0:2-Niederlage in Warschau über weite Strecken des Spieles die bestimmende Mannschaft, allerdings ist man vorne zu fahrlässig mit den zahlreichen Chance umgegangen und hat sich hinten einige Unaufmerksamkeiten geleistet. Das Team hat es aber als Warnschuss zur rechten Zeit verstanden und im Rückspiel eine gute Reaktion gezeigt und gewonnen. Bei der EM werden sie das Spiel gegen die Polen um Bayern-Star Robert Lewandowski mit dem nötigen Ernst und Respekt angehen und man kann sich nicht so wirklich vorstellen, dass sie diese Partie verlieren werden. Denn wenn alle Normalform erreichen, ist die deutsche Mannschaft unbestritten stärker als das polnische Team.

Auch der Gastgeber mit Losglück 

Frankreich darf sich nach der Auslosung noch mehr auf die eigene Heim-EM freuen als sie es ohnehin schon gemacht haben. Der Europameister von 2000 trifft hier in der Gruppe A auf Rumänien, Albanien und die Schweiz. Keine dieser Mannschaften sollte für die Franzosen eine wirkliche Hürde darstellen und mit der massiven Unterstützung der Landsleute sollte die Vorrunde für die Tricolore ein Spaziergang werden.

England, die nach ihrer bärenstarken Qualifikation dieses Mal durchaus ernsthaft zum engen Favoritenkreis gezählt werden sollten, hat ebenfalls mehr als machbare Gegner zugelost bekommen. Zwar tun die Three Lions gut daran, niemanden zu unterschätzen, aber sollten sie das nicht machen, dürften sie Russland, Wales und die Slowakei alle recht deutlich besiegen. Das emotionsgeladene und prestigeträchtige Inselduell gegen Wales wird hier sicherlich der Höhepunkt sein.

Spanien und Italien auf dem Prüfstand

Freude dürfte beim amtierenden Europameister Spanien und beim Weltmeister von 2006 Italien nicht wirklich aufgekommen sein.

Spanien hat keinen wirklich leichten Gegner in der Gruppe. Sie werden sich ihr Ticket fürs Achtelfinale in den Spielen gegen Tschechien, Kroatien und gegen die Türkei hart erarbeiten müssen.

Und in Gruppe E treffen die Italiener auf den Weltranglisten-Ersten aus Belgien. In dem Spiel wird es wahrscheinlich um den Gruppensieg gehen, obwohl auch die anderen beiden Spiele gegen Schweden und Irland alles andere als leicht werden.

Wir sind jedenfalls bereit und wegen uns könnte es gleich morgen losgehen.

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