DFB-Team: Joachim Löw bleibt Bundestrainer und führt Deutschland zur EM 2016

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In den vergangenen Wochen machten immer wieder Gerüchte der brasilianische Rechtsverteidiger Rafinha vom FC Bayern München könnte zukünftig für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft spielen. Bundestrainer Joachim Löw hat sich nun zu diesen Spekulationen geäußert und eine Einbürgerung bzw. Nominierung von Rafinha ausgeschlossen.

Es ist kein Geheimnis, dass Deutschland bereits seit mehreren Jahren Probleme auf den beiden Außenverteidiger-Positionen hat. Bundestrainer Joachim Löw hat sowohl links als auch rechts zahlreiche Spieler ausprobiert, bisher jedoch noch keine optimale Lösung gefunden. Bei der WM 2014 setzte Löw teilweise auf gelernte Innenverteidiger wie Benedikt Höwedes oder Skohdran Mustafi für die Außenpositionen.

Mit dem Rücktritt von Philipp Lahm hat sich die Situation nicht wirklich verbessert und daher dürfte es kaum jemanden verwundern, dass zuletzt immer mehr Gerüchte die Runde machten, dass der gebürtige Brasilianer Rafinha zukünftig eine Option für Löw sein könnte. Der Rechtsverteidiger vom FC Bayern hat die deutsche Staatsbürgerschaft beantragt und wäre trotz zweier Länderspiele für die Selecao (nur Freundschaftsspiele) für die DFB-Elf spielberechtigt. Auch Vereinskollege Lahm hat sich vergangene Woche positiv über diesen Schritt geäußert: „Rafinha in der deutschen Nationalmannschaft wäre für mich definitiv denkbar. Rafa ist ein super Typ. Er hat enorme Klasse, ist Rechtsverteidiger spielt seit Jahren auf Top-Niveau – warum sollte so ein Mann keine Option für Löw sein“.

Doch während Lahm den Brasilianer bereits im DFB-Trikot sieht, hat Löw die Gerüchte gestern Abend endgültig beendet und eine Nominierung Rafinha’s ausgeschlossen: „Das war und ist für uns kein Thema. Wir haben auch in der Vergangenheit Einbürgerungsanträge von Spielern nicht über die Nationalmannschaft forciert“.

Darüber hinaus äußerte sich Löw zur aktuellen Situation in der Nachwuchsarbeit des DFB und betonte, dabei, dass Deutschland hier in Zukunft aufpassen muss: „Grundsätzlich ist es so, dass wir eine Reihe von jungen, sehr talentierten Spielern haben – aber es sind nicht so viele, wie alle denken“.

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