DFB-Team: Joachim Löw bleibt Bundestrainer und führt Deutschland zur EM 2016

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Während die Vereinsmannschaften langsam aber sicher wieder mit ihren Vorbereitungen für die kommende Saison starten, haben die Nationalmannschaften bis Ende August/Anfang September Spielpause. Bundestrainer Joachim Löw hat sich nun zu den letzten Monaten geäußert und dabei durchblicken lassen, dass es nach der WM in Brasilien Motivationsprobleme gab.

Vor knapp einem Jahr hat die deutsche Nationalmannschaft mit ihrem WM-Triumph in Brasilien die ganze Fußballnation in Partylaune versetzt. Nach der großen Sausen folgte jedoch der große Kater mit mageren Auftritten und Ergebnisse in der EM-Qualifikation 2016. Bundestrainer Joachim Löw hat sich in der Welt am Sonntag nun erstmals ausführlich zu den letzten Monaten geäußert und dabei auch betont, dass nach dem WM-Titel schlichtweg keine Energie mehr da war: „Unmittelbar nach dem Abpfiff war ich im Rausch. Ich wusste, wir sind Weltmeister, wir haben den Cup und bringen ihn heim. Das war Wahnsinn. Später im Hotel saß ich da, umgeben von meiner Frau, den Kollegen und Freunden, unserem Betreuer-Team. Ich war glücklich, aber ich hatte keine Kraft, um ausgelassen zu feiern. Ich konnte das gar nicht. Ich war emotional völlig ausgelaugt von dem Turnier“.

Löw betonte auch wie schwer es war nach der WM seine Spieler zu motivieren: „Ich fragte mich, wie ich die Spieler dafür motivieren soll. Sechs Wochen vorher hatten wir die Argentinier im Finale geschlagen. Ich konnte ihnen kaum vermitteln, wie wichtig nun dieses Testspiel ist. Wenn Argentinien gewinnt, dachte ich mir, dann ist das eben so. Wir haben das Finale gewonnen“.

Auch wenn der 54-jährige offen die Probleme anspricht, mittlerweile so Löw sei die Motivation wieder vorhanden: „Okay, das zu bestätigen, was wir in Brasilien erreicht haben und sich noch weiter zu verbessern, darin liegt der Reiz“.

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