Platz 3: Mateja Kezmans Rekord-Rot

Gerade einmal 37 Sekunden stand der jugoslawische Stürmer Mateja Kezman im Vorrundenspiel der EM 2000 gegen Norwegen auf dem Platz, da war für ihn der Arbeitstag bereits beendet: Beim Stand von 1:0 in der 87. Minute eingewechselt, grätschte Kezman dem Norweger Erik Mykland rüde in die Beine und sah folgerichtig die rote Karte. Kezman stellte damit den bis heute gültigen Rekord für den schnellsten Platzverweis der EM-Geschichte auf.

Platz 2: Francesco Tottis Spuckattacke

Im Vorrundenspiel gegen Dänemark bei der EM 2004 lieferte Italiens Mittelfeldstar Francesco Totti eine schwache Leistung ab. Genervt von der Hartleibigkeit seines Gegenspielers Christian Poulsen, bespuckte Totti den Dänen mehrfach. Schiedsrichter Mejuto Gonzalez aus Spanien bekam davon zwar nichts mit, Totti wurde trotzdem bestraft: Als erster Spieler überhaupt sperrte ihn die UEFA anhand des Videobeweises nachträglich für drei Spiele.

Platz 1: Hetzjagd auf Urs Meier

Im Viertelfinale der EM 2004 gegen Gastgeber Portugal ging England durch Michael Owen früh in Führung, erst in der 83. Minute konnten die Iberer ausgleichen. Zwei Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit traf der englische Abwehrrecke Sol Campbell per Kopf zum vermeintlichen 2:1-Sieg. Der Schweizer Schiedsrichter Urs Meier versagte dem Tor wegen Behinderung des portugiesischen Torhüters jedoch die Anerkennung. Nach Verlängerung und Elfmeterschießen schied England aus. Die britische Yellow Press startete daraufhin eine Hetzjagd auf Schiedsrichter Urs Meier, sie veröffentlichte seine E-Mail-Adresse und seine Anschrift. Meier erhielt in den Tagen nach dem Spiel tausende Beschwerde-E-Mails, unzählige Morddrohungen und musste zeitweise von Bodyguards beschützt werden.