Die Geschichte der Fußball-Europameisterschaft

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Die UEFA Fußball-Europameisterschaft wird alle vier Jahre ausgetragen, bei der EM-Endrunde wird die stärkste Nationalmannschaft Europas ermittelt. Neben der Weltmeisterschaft zählt die Fußball-Europameisterschaft zu den wichtigsten Fußball-Turnieren auf der Welt.

Die Idee der Fußball-Europameisterschaft ist bereits über 70 Jahre alt und wurde von dem damaligen Generalsekretär des französischen Fußballverbands Henri Delaunay Ende der 20er Jahre vorgeschlagen. Kurze zeit später startet der Europapokal der Fußball-Nationalmannschaften, der nach der Gründung der Europäischen Fußball-Union UEFA unter den Namen Europapokal der Nationen fortgesetzt wurde. Dieses Turnier wurde von der UEFA 1966 dann zur heutigen Fußball-Europameisterschaft erklärt. Zu Ehren des Gründervaters Delaunay trägt der Siegerpokal der Fußball-Europameisterschaft bis heute den Namen Coupe Henri-Delaunay.

Im Laufe der Zeit wurde die Fußball-Europameisterschaft mehrfach geändert, dabei wurden sowohl der Modus als auch die Qualifikation für die Endrunde angepasst und eine größere Teilnehmerzahl gefördert. Während 1960 lediglich vier Mannschaften an der ersten Fußball-Europameisterschaft teilnahmen so werden es 2016 erstmals in der Geschichte des Turniers 24 Teams sein. Anders als bei vielen internationalen Turnieren muss sich der amtierende Europameister das darauf folgende Turnier erneut qualifizieren, lediglich Spanien (1968), Italien (1972) und Frankreich (1988) gelang dies nicht. In den ersten Jahren der EM-Endrunde war es aufgrund der geringeren Teilnehmerzahl schwieriger sich für die Europameisterschaft als für die Fußball-Weltmeisterschaft zu qualifizieren. Der Fußball-Europameisterschaft ist seit dem Jahr 1992 genauso wie der Weltmeister für den FIFA-Konföderationen-Pokal qualifiziert, dem sog. Confed Cup.

In der Geschichte der Fußball-Europameisterschaft gab es bisher folgenden Europameister:

Sowjetunion (1960), Spanien (1964), Italien (1968), Deutschland (1972), Tschechoslowakei (1976), Deutschland (1980), Frankreich (1984), Niederlande (1988), Dänemark (1992), Deutschland (1996), Frankreich (2000), Griechenland (2004), Spanien (2008) und erneut Spanien (2012).

Rekordeuropameister sind Deutschland und Spanien mit jeweils drei gewonnen Titel. Danach folgt der EM-Gastgeber von 2016 Frankreich mit zwei Siegen bei einer Fußball-Europameisterschaft. Die meisten EM-Spiele haben Lilian Thuram und Edwin van der Sar mit jeweils 16 Spielen absolviert. Aus deutscher Sicht sind Jürgen Klinsmann und Thomas Häßler mit 13 Spielen Rekordträger beim DFB.

EM-Rekordtorschütze ist der amtierende UEFA-Präsident Michel Platini, der bei lediglich einer Turnierteilnahme 1984 neun Tore erzielte. Alan Shearer auf dem zweiten Rang kommt auf sieben Treffer. Jürgen Klinsmann ist der deutsche Rekordtorschütze bei Fußball-Europameisterschaften.