Kroatische Ultra-Gruppierungen haben in den vergangenen Wochen und Monaten mit Ihren Ausschreitungen in und außerhalb des Stadions bereits des Öfteren für ordentlich Aufsehen gesorgt. Gestern kam es nun erneut zu einem Zwischenfall, diesmal wurde Kroatiens Nationaltrainer Niko Kovac im Rahmen einer Dienstreise von Hooligans auf einer Autobahnraststätte attackiert.

Die kroatischen Fußballfans präsentieren sich derzeit von ihrer schlimmsten Seite. Im November vergangenen Jahres wäre es beim EM-Qualifikationsspiel gegen Italien (1:1) beinahe zu einem Spielabbruch gekommen, weil aus dem kroatischen Fanblock massenhaft Pyrotechnik auf das Spielfeld geworfen wurde. Auch beim Qualifikationsspiel vor knapp zwei Wochen gegen Norwegen (5:1) sorgten einige hundert Ultras mit rassistischen Äußerungen erneut für einen Skandal.

Gestern folgte nun eine weitere vollkommen unfassbare Aktion, wie der kroatische Fußballverband HNS auf seiner Webseite bekannt gab, wurde eine Delegation bestehend aus Nationaltrainer Niko Kovac und mehreren Funktionäre auf dem Weg von Zagreb nach Split auf einer Autobahnraststätte von Hooligans angegriffen. Neben bösen Worten flogen auch Wasserflaschen, ein Funktionär soll mehrere Schläge kassiert haben. Ernsthaft verletzt wurde laut Polizeiangaben jedoch niemand. Ein Fahrzeug wurde leicht beschädigt.

Laut dem HNS handelte es sich bei den Tätern um Ultras vom kroatischen Traditionsklub Hajduk Split. Kovac & Co. wollten in Split die Organisation des EM-Qualifikationsspiels am 12. Juni gegen Italien final besprechen, das vor leeren Rängen stattfinden wird. Der HNS wurde von der europäischen Fußball-Union UEFA aufgrund wiederholter Fan-Ausschreitungen vergangene Woche mit einem Geisterspiel bestraft.

Kroatien führt nach fünf absolvierten Spielen derzeit die Gruppe H mit zwei Punkten Vorsprung vor Italien an.

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