Gibt Emir Spahic sein Comeback für Bosnien-Herzegowina in der EM-Qualifikation 2016?

Foto: sport.ba

Emir Spahic hat nach der WM 2014 in Brasilien seinen Rücktritt aus der bosnischen Nationalmannschaft erklärt und dennoch wurde der Abwehrspieler von Bayer Leverkusen diese Wochen von Nationaltrainer Sufet Susic für die kommenden EM-Qualifikationsspiele im Oktober nominiert. Laut Susic hat Spahic angekündigt sein Comeback im Nationalteam zu feiern. In Leverkusen weiß man nichts von diesen Plänen und zeigt sich verwundert.

Ein Rücktritt vom Rücktritt ist nichts ungewöhnliches, gerade im Fußball und vor allem beim Thema Nationalmannschaft gib es immer wieder Spieler die nach einer kurzen Pause wieder zurückkehren. Auch Emir Spahic von Bayer Leverkusen könnte nun zu diesen Fußballern gehören, der 34-jährige Innenverteidiger der Werkself hat nach der WM 2014 angekündigt zukünftig nicht mehr für Bosnien-Herzegowina zu spielen und sich voll und ganz auf seine Aufgaben im Verein zu konzentrieren. Doch Bosniens Nationaltrainer Safet Susic hat Spahic nun für die beiden EM-Qualifikationsspiele (Wales am 10.10 und Belgien am 13.10).

Laut Susic, hätte Spahic vor dem ersten Qualifikationsspiel gegen Zypern Anfang September angerufen und viel Glück gewünscht. Direkt nach der überraschenden 1:2-Niederlage habe ihm der Ex-Trainer dann eine SMS geschrieben, mit der Bitte zurückzukehren. Diese Bereitschaft habe er nun erklärt. In Leverkusen weiß man von all dem nichts, Sportdirektor Rudi Völler äußerte sich gestern wie folgt dazu:

Emir hat uns in einem Gespräch nach der WM erklärt, dass er sich ab jetzt voll auf unseren Verein konzentrieren und seinen Platz für die jüngere Generation frei machen wird. Insofern überrascht mich die erfolgte Einladung zur Nationalmannschaft sehr. Ich werde mich in den nächsten Tagen mit Emir darüber unterhalten

Es wird spannend zu sehen ob Spahic demnächst tatsächlich wieder für die Lilien zum Einsatz kommt. Insgesamt 77 Länderspiele hat Spahic seit 2003 für Bosnien-Herzegwina absolviert, unter anderem drei Gruppenspiele bei der WM 2014 in Brasilien.

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