EM 2016: Wird Antonio Conte neuer Nationaltrainer in Italien?

Foto: juventus.com

Nach zuletzt drei gewonnen Meistertiteln in Serie mit Juventus Turin hat Antonio Conte gestern etwas überraschend seinen Rücktritt bei der alten Dame bekannt gegeben. Grund hierfür sollen offenbar Uneinigkeiten bei der Kaderplanung für die kommende Saison mit den Klubverantwortlichen sein. Nun wird der 44-jährige als neuer italienischer Nationaltrainer gehandelt, der die Squadra Azzurra zur EM 2016 nach Frankreich führen soll.

Der italienische Meister Juventus Turin und Antonio Conte gehen nach drei Jahren überraschend getrennte Wege. Der Vertrag des 44-Jährigen wurde gestern einvernehmlich aufgelöst wie der Verein auf seiner Webseite mitteilte. Auf die genauen Gründe der Trennung wurde in der Presseklärung nicht eingegangen, italienischen Medienberichten zu Folge gab es zu Letzt jedoch Unstimmigkeiten bei der Kaderplanung für die neue Saison zwischen Conte und der Vereinsführung. Während Conte neue Spieler forderte und den Verbleib von Superstars wie Arturo Vidal, um auch internationale Erfolge zu feiern, sollen die Klubverantwortlichen über Verkäufe und die Ausdünnung des Kaders nachgedacht haben. Erst Ende der vergangenen Saison hatte Conte seinen Vertrag um ein weiteres Jahr bis 2015 verlängert.

Das überraschende Aus bei Juventus heizt auch die Gerüchteküche in Sachen Nationalmannschaft an, demnach könnte Conte die Nachfolge von Cesare Prandelli antreten, der nach dem WM-Debakel in Brasilien und dem vorzeitigen Ausscheiden in der Vorrunde als Nationaltrainer der Squadra Azzurra zurückgetreten ist. Bisher galt Roberto Mancini als aussichtsreicher Kandidat für das Amt des italienischen Nationaltrainers, dieser wird nun aber ausgerechnet als neuer Cheftrainer bei Juventus gehandelt.

Conte absolvierte von 1994 bis 2000 insgesamt 20 Länderspiele für Italien und wurde 1994 in den USA Vize-Weltmeister und sechs Jahre später bei der EM 2000 Vize-Europameister. Nach seiner aktiven Laufbahn trainierte er seit 2005 unterschiedliche Vereine in der Serie A, ehe er 2011 zu Juventus wechselte und dort neben drei Meisterschaften auch zwei Mal den italienischen Pokal gewinnen konnte.

Viel Zeit bleibt dem italienischen Fußballverband FIGC nicht mehr um einen Nachfolger für Prandelli zu präsentieren. In weniger als acht Wochen beginnt bereits wieder die EM-Qualifikation 2016. Italien trifft dort in der Gruppe H neben WM-Teilnehmer Kroatien auch auf Aserbaidschan, Bulgarien, Malta und Norwegen.

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